Touren in Triest
Tour des Gedenkens (4-8 Stunden)
Die Tour des Gedenkens will alle bedeutungsvollsten Orte berühren, wo Ereignisse stattfanden, welche die Stadt Triest in der Zeit 1943-1954 betroffen haben.
Die Tour fängt am Meer an, am molo bersaglieri, der Mole, wo am 3. November 1918, als Triest nach über 500 Jahren wieder Italien geworden ist, die ersten italienischen Soldaten (bersaglieri) landeten. Dann weiter die ganze Straße am Meer entlang bis zur Risiera di San Sabba (einem Konzentrationslager, das ein Nationaldenkmal geworden ist). Dieser Bau ist ein Zeuge jener Zeit vom 8. September 1943 – 1. Mai 1945, als Triest von Italien getrennt und als Provinz der Oberen Adria an das Dritte Reich angeschlossen war. Von der Risiera di San Sabba zum Foiba di Basovizza (Nationaldenkmal), wo, während der Tage der Stadtbesetzung durch die Tito-Partisanen (vom 1. Mai bis zum 12. Juni 1945), tausende Triestiner niedergemetzelt wurden. Von der Foiba kann man (wenn das Wetter es erlaubt) eine herrliche Aussicht über dem Golf von Triest geniessen und die ehemalige Demarkationslinie zwischen der Zone A und B sehen, die dann Staatsgrenze zwischen Italien und Slowenien geworden ist.
Von der Foiba di Basovizza fährt man wieder in die Stadt hinunter und weiter am Palazzo Rittmayer vorbei, wo 1944 von den Deutschen 51 italienische Zivilisten als Repressalie aufgehängt worden sind. Man kommt dann beim Piazza S. Antonio an, wo im November 1953 die Polizei der alliierten Militärregierung auf die Demonstranten schoss und 6 Personen tötete (der Palast, wo der Sitz der Polizei und der GMA war, ist genau bei der Kirche). Von Piazza S. Antonio geht man wieder auf den Piazza Unità d'Italia, der am 26. Oktober 1954 zum zweiten Mal den Einzug der italienischen Armee erlebt hat.
